E Learning

Der Begriff E Learning stammt aus dem Englischen (electronic learning) und wird meist mit "elektronisch unterstütztes Lernen“ übersetzt. Darunter versteht man alle Arten des Lernens, bei welchen elektronische Medien oder auch digitale Medien zum Einsatz kommen - entweder um Lernmaterialien zu präsentieren oder um die Kommunikation zwischen Lehrer und Schüler beziehungsweise zwischen den Schülern untereinander zu unterstützen. E Learning wird oft auch als computergestützes Lernen, multimediales Lernen oder auch Online-Lernen bezeichnet - eine anerkannte Definition des Begriffes hat sich noch nicht durchgesetzt. Elemente von E Learning sind Interaktivität, Multimedialität, Multimodalität sowie Multicodalität.

Was Interaktion bedeutet ist klar: Der Benutzer wird nicht nur mit Informationen berieselt, sondern hat auch selbst die Möglichkeit, in den Lernprozess einzugreifen, beispielsweise Fragen zu stellen oder eigene Präsentationen einzubringen. Multimedialität bezeichnet die Viefalt an Medien, die dabei zum Einsatz kommen können, beispielsweise Computer, Hörbücher, elektronische Bücher (E-Books), Videoplayer oder auch Bücher. Multicodalität meint die verschiedenartige Codierung von Informationen, die natürlich vom Medium abhängig ist. Animationen, Bilder, Simulationen, Texte und Hypertexte sind Beispiele für solche Codierungen. Multimodalität schließlich bezeichnet die unterschiedlichen Möglichkeiten, wie Menschen Informationen über die Modalitäten der Sinne aufnehmen. Dies geschieht in den meisten Fällen beim elektronischen Lernen visuell.

Vermutete man vor wenigen Jahren noch, dass sich E Learning als dominierende Bildungsform des 21. Jahrhunderts durchsetzen würde, so gibt es inzwischen wieder andere Prognosen, denen zufolge das computergestützte Lernen klassische Formen des Lernens nicht ersetzen kann. Jedoch ist inzwischen allgemein anerkannt, dass es sich beim elektronisch unterstützten Lernen um eine sinnvolle Art handelt, den Lernprozess zu unterstützen. Besonders viel versprechend ist es, verschiedene mediale Formen der Wissensvermittlung zu kombinieren. Weitere Vorteile des E Learning sind die zeitliche und örtliche Ungebundenheit sowie der finanzielle Vorteil, da Lehrmaterialien meist kostenkünstig verteilt werden können.

Sofern Angebote für elektronisch unterstütztes Lernen zur beruflichen Fortbildung dienen sollen und von einem Tutor sowie durch eine Kontrolle des Lernerfolgs begleitet werden, spricht man von "Fernunterricht". Solche Angebote müssen von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) zugelassen werden, bevor sie öffentlich angeboten werden dürfen. In anderen europäischen Ländern gibt es keine solche Regelung.